Изгубљена земља

Изгубљена земља (2023)

Belgrade, 1996. During the student demonstrations against the Milosevic regime, 15-year-old Stefan leads his own revolution in the heat of events: accepting the unacceptable, seeing his mother as an accomplice in the crime and finding, despite the love he feels for her, the strength to confront her.

Erscheinungsdatum
2023-10-11
TMDB
6.1 / 10 (13)
Laufzeit
1 Std. 38 Min.
Genres
Drama
Regie
Vladimir Perišić

Besetzung

Wissenswertes

Lost Country ist ein Filmdrama von Vladimir Perišić. In seinem zweiten Spielfilm, der autobiografische Elemente aufweist, zeigt der Regisseur einen in den 1990er Jahren in Belgrad lebenden Teenager, dem irgendwann inmitten der Studentenproteste gegen Slobodan Milošević bewusst wird, dass seine geliebte Mutter für das Regime tätig ist, gegen das er wegen einer Wahlfälschung gerade protestiert. Lost Country ist eine Koproduktion von Serbien, Frankreich, Kroatien und Luxemburg und feierte im Mai 2023 bei den Filmfestspielen in Cannes seine Premiere.

Produktion

Regie führte Vladimir Perišić, der gemeinsam mit der Französin Alice Winocour auch das Drehbuch schrieb. Es handelt sich bei Lost Country um Perišićs zweiten Spielfilm nach seinem Kriegsdrama Ordinary People von 2009, das in Cannes in der Semaine de la Critique gezeigt wurde. Er schrieb auch für Ordinary People das Drehbuch zusammen mit Winocour. Sie beide besuchten die Filmschule La Fémis in Paris.

In Slobodan Miloševićs Amtszeit und damit dem Zeitraum, in dem die Handlung des Films spielt, fallen unter anderem die Jugoslawienkriege, zu deren Beginn der Regisseur im Alter seines Protagonisten Stefan war. Milošević wurde nach langanhaltenden Protesten und Massendemonstrationen im Oktober 2000 durch einen Volksaufstand gestürzt.

Über seinen Ansatz beim Filmemachen sagte Perišić: „Ich versuche, die Gewalt in der serbischen Gesellschaft zu analysieren und zu diagnostizieren.“ Diese Gewalt habe es dort schon immer gegeben, was er auch mit seinem ersten Film Ordinary People, der die Kriegsverbrechen der 1990er Jahre weniger erzählerisch und eher beobachtend thematisiert, zeigen wollte.

Der Nachwuchsdarsteller Jovan Ginić spielt den 15-jährigen Stefan. Er gibt in dieser Rolle sein Schauspieldebüt. Der Regisseur fand Ganić während der Casting-Phase beim Besuch eines Wasserballclubs. Die bekannte serbische Theaterschauspielerin Jasna Đuričić spielt Stefans Mutter Marklena, die als Sprecherin der korrupten Regierung fungiert.

Die Dreharbeiten fanden ab Dezember 2022 bis zum Frühjahr 2023 statt. Die Aufnahmen entstanden in Belgrad, unter anderem an der Vladislav-Ribnikar-Schule im Zentrum der Stadt. An dieser Schule kam es nur zwei Monate nach Ende der Dreharbeiten zu einem Amoklauf, bei dem ein 13-Jähriger mit der Waffe seines Vaters zehn Menschen tötete, darunter den Wachmann der Schule und neun seiner Mitschüler.

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