Robert Graf
- Tätigkeit
- Schauspiel
- Geboren
- 18. November 1923
- Geburtsort
- Witten, Germany
- Gestorben
- 4. Februar 1966
Biografie
Nach dem Abitur 1942 wurde Robert Graf zum Kriegsdienst an der Ostfront eingezogen. Nachdem er auf Grund einer Verwundung nicht mehr als Soldat verwendungsfähig war, arbeitete er in der Rüstungsindustrie. 1944 ging Graf zum Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft nach München.
Ab 1946 spielte Graf an Bühnen in Straubing, Wiesbaden sowie Salzburg und nahm schließlich ein Engagement an den Münchner Kammerspielen an. Einige Jahre später wurde er auch im Filmgeschäft tätig, ab 1954 zunächst und dann in den sechziger Jahren wieder verstärkt in Fernsehfilmen, häufig unter der Regie von Franz Peter Wirth oder Ludwig Cremer. Abgesehen von einer kleinen Nebenrolle in Rudolf Jugerts Illusion in Moll (1952), gab Graf sein Kinodebüt 1957 in der Titelrolle des mehrfach preisgekrönten Avantgardefilms Jonas von Ottomar Domnick, für die er auch umgehend beim Deutschen Filmpreis desselben Jahres für ein Filmband in Gold als bester männlicher Hauptdarsteller nominiert wurde. Einem breiteren Publikum wurde Graf vor allem durch seine Mitwirkung in Kurt Hoffmanns Wir Wunderkinder (1958) (in der antagonistischen Rolle des sinistren Opportunisten Bruno Tiches) und ein Jahr später in Alfred Weidenmanns Buddenbrooks (als Bankrotteur und Mitgiftjäger Bendix Grünlich) bekannt. Für seine schauspielerische Leistung als Bruno Tiches wurde er im Rahmen des Deutschen Filmpreises 1959 mit einem Filmband in Silber als bester männlicher Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Außer mit Hoffmann und Weidenmann, mit denen er noch je einen weiteren Film drehte, arbeitete Graf auch mit einigen anderen der renommiertesten deutschsprachigen Filmregisseure jener Zeit zusammen, etwa mit (in chronologischer Reihenfolge) Rolf Thiele, Gottfried Reinhardt, Robert Siodmak, Wolfgang Staudte und Michael Kehlmann. In dem Hollywood-Welterfolg Gesprengte Ketten (1963) von John Sturges verkörperte er den deutschen Wachsoldaten Werner, genannt „das Frettchen“. Oft spielte Graf Bösewichte und Schurken, stets auf eine seltsam subtile Art.
Graf war mit seiner Schauspielkollegin Selma Urfer verheiratet. Zusammen hatten sie drei Kinder, darunter ist der Regisseur Dominik Graf, der über seinen Vater zusammen mit Michael Althen den Dokumentarfilm Das Wispern im Berg der Dinge (1997) drehte. 1965 musste Robert Graf sich wegen einer Gefäßkrankheit einen Fuß amputieren lassen. Nur wenig später starb er 42-jährig in seinem Haus in München. Seine Grabstelle befindet sich auf dem Bogenhausener Friedhof in München (Grab Nr. 3-3-59). (Wikipedia)
Filme mit Robert Graf
- Gesprengte Ketten 1963 · ★ 7.9
- Die zwölf Geschworenen 1963 · ★ 7.8
- Der Fälscher von London 1961 · ★ 5.6
- Wir Wunderkinder 1958 · ★ 6.9
- Buddenbrooks - 1. Teil 1959 · ★ 5.8
- Mein Schulfreund 1960 · ★ 8.3
- Jonas 1957 · ★ 5.8
- Verdammt zur Sünde 1964 · ★ 6.8
- Mörderspiel 1961 · ★ 9.0
- El Hakim 1957 · ★ 5.7
- 2 x 2 im Himmelbett 1965 · ★ 6.3
- Das schöne Abenteuer 1959 · ★ 7.0
- Frühstück mit dem Tod 1964 · ★ 6.5
- Liebling der Götter 1960 · ★ 7.5
- Reisender ohne Gepäck 1963 · ★ 7.0
- Lampenfieber 1960 · ★ 8.0
- Schützenfest in Bahnhofsnähe 1961 · ★ 9.0
- Vorsicht Mister Dodd 1964 · ★ 10.0
- Der Fall Klaus Fuchs 1965 · ★ 9.0
- Die Frau am dunklen Fenster 1960 · ★ 9.0
- Jeanne oder Die Lerche 1956 · ★ 8.0
- Hauptmann - deine Sterne 1960 · ★ 8.0
- Zwei Whisky und ein Sofa 1963 · ★ 9.0
- Die glücklichen Jahre der Thorwalds 1962 · ★ 9.0
- Geliebt in Rom 1963 · ★ 7.0
- Der Hund des Generals 1964 · ★ 10.0
- Wenn beide schuldig werden 1962 · ★ 8.0
- Porträt eines Helden 1966 · ★ 10.0
- Der Drache 1965 · ★ 7.0
- Das Wispern im Berg der Dinge 1997 · ★ 10.0
- Montserrat 1962 · ★ 9.0
- Die große Wut des Philipp Hotz 1960 · ★ 10.0
- Sansibar 1961 · ★ 10.0
- Illusion in Moll 1952 · ★ 7.0
- Der Autokult 1964
- Der Tod des Handlungsreisenden 1958
- Die Rückseite des Mondes 1959
- Alle mal herhören, auch die, die schwerhören..! 1966
- Der Schatten: Ein Märchen für Erwachsene 1963
- Der Weg ist dunkel 1961