Asta Nielsen
- Tätigkeit
- Schauspiel
- Geboren
- 11. September 1881
- Geburtsort
- Vesterbro, Copenhagen, Denmark
- Gestorben
- 25. Mai 1972
Biografie
Asta Sofie Amalie Nielsen (* 11. September 1881 in Kopenhagen; † 25. Mai 1972 in Frederiksberg) war eine dänische Schauspielerin und zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der frühen Filmgeschichte. Geboren 1881 in Kopenhagen, wuchs sie in einfachen Verhältnissen auf. Ihr Vater starb früh, und die Familie musste häufig umziehen. Trotz dieser schwierigen Umstände entwickelte Nielsen schon als junges Mädchen eine starke Neigung zur Bühne. Sie erhielt Schauspielunterricht und sammelte erste Erfahrungen an kleineren Theatern, bevor sie 1901 Mutter einer Tochter wurde.
Der entscheidende Wendepunkt ihrer Karriere kam 1910 mit dem dänischen Film „Afgrunden“ (Der Abgrund). Ihre leidenschaftliche, moderne Darstellung machte sie über Nacht international berühmt. Anders als viele ihrer Zeitgenossen spielte Nielsen nicht übertrieben theatralisch, sondern setzte auf subtile Mimik und eine psychologisch dichte Körpersprache. Diese neue Art des Spiels machte sie zu einem der ersten großen Weltstars des Stummfilms.
Kurz darauf zog sie nach Deutschland, wo sie zwischen 1911 und den frühen 1920er‑Jahren zu einer der meistgefragten Schauspielerinnen wurde. Gemeinsam mit dem Regisseur Urban Gad, mit dem sie zeitweise verheiratet war, entstand eine Reihe erfolgreicher Filme. Nielsen verkörperte oft starke, unabhängige Frauenfiguren, die gesellschaftliche Normen infrage stellten – ein damals ungewöhnlicher und mutiger Ansatz. Zu ihren bekanntesten Werken zählen „Die arme Jenny“ (1912), „Engelein“ (1914) und besonders ihre außergewöhnliche Interpretation des „Hamlet“ (1921), in der die Titelfigur als Frau aufgezogen wird.
Mit dem Aufkommen des Tonfilms zog sich Nielsen zunehmend aus dem Kino zurück. Sie war überzeugt, dass ihre Ausdruckskraft im Stummfilm besser zur Geltung kam, und konzentrierte sich später auf Theaterarbeit, Kunst und das Schreiben. 1946 veröffentlichte sie ihre Memoiren „Die schweigende Muse“, in denen sie offen über ihr Leben und ihre Arbeit reflektierte.
Asta Nielsen blieb bis ins hohe Alter eine kulturelle Ikone. Sie lebte zuletzt zurückgezogen in Dänemark und starb am 25. Mai 1972 in Frederiksberg. Ihr Einfluss auf die Filmkunst ist bis heute spürbar: Sie gilt als Wegbereiterin eines modernen, natürlichen Schauspielstils und als eine der ersten Frauen, die im internationalen Filmgeschäft echte Star‑Macht besaßen.
Filme mit Asta Nielsen
- Die freudlose Gasse 1925 · ★ 6.8
- Abgründe 1910 · ★ 6.2
- Hamlet 1921 · ★ 7.1
- Der schwarze Traum 1911 · ★ 5.1
- Engelein 1914 · ★ 6.1
- Dirnentragödie 1927 · ★ 6.5
- Die arme Jenny 1912 · ★ 6.4
- I.N.R.I. - Ein Film der Menschlichkeit 1923 · ★ 5.6
- Erdgeist 1923 · ★ 6.0
- Die Suffragette 1913 · ★ 5.2
- Das Liebes-ABC 1916 · ★ 6.5
- Ballettänzerin 1911 · ★ 5.6
- Vanina oder Die Galgenhochzeit 1922 · ★ 5.2
- Das Mädchen ohne Vaterland 1912 · ★ 6.3
- Die Verräterin 1911 · ★ 4.5
- Das Eskimobaby 1918 · ★ 6.2
- Im Lebenswirbel 1918 · ★ 6.4
- Mod lyset 1919 · ★ 6.8
- Play On! Shakespeare in Silent Film 2016 · ★ 5.8
- Die Börsenkönigin 1918 · ★ 5.7
- Der fremde Vogel 1911 · ★ 4.7
- Den talende muse - samtaler med Asta Nielsen 2003 · ★ 8.5
- Die Filmprimadonna 1913 · ★ 5.5
- Zapatas Bande 1914 · ★ 6.5
- Unmögliche Liebe 1932 · ★ 9.0
- Der Reigen - Ein Werdegang 1920 · ★ 7.0
- Der Film im Film 1924 · ★ 7.2
- Die falsche Asta Nielsen 1915 · ★ 9.0
- Nach dem Gesetz 1919 · ★ 7.0
- Mata Hari 1920 · ★ 7.0
- Asta Nielsen 1968 · ★ 9.0
- Asta Nielsen - Europas erste Filmikone 2023 · ★ 9.0
- Der Absturz 1923 · ★ 7.0
- S1 1913 · ★ 7.5
- Das Haus am Meer 1924 · ★ 8.0
- Rausch 1919 · ★ 7.0
- Kurfürstendamm 1920 · ★ 10.0
- Die Gesunkenen 1926 · ★ 9.0
- Das gefährliche Alter 1927 · ★ 7.0
- Kleinstadtsünder 1927 · ★ 8.0
Filme unter der Regie von Asta Nielsen
- Asta Nielsen 1968 · ★ 9.0