Exil

Exil (2020)

Der im Kosovo geborene Xhafer ist Pharmaingenieur, verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit Jahren ein bürgerliches Leben in einer mittelgroßen deutschen Stadt. Nach und nach beschleicht ihn jedoch das Gefühl, dass er an seinem Arbeitsplatz diskriminiert und schikaniert wird. Dieser Eindruck verstärkt sich zusehends, und als er eines Tages eine tote Ratte an seinem Gartentor findet ist für ihn endgültig klar: seine Kollegen haben hier ein rassistisches Statement gesetzt. Von da an wird jedes Ereignis, jedes Wort, jede Geste zu einem Anhaltspunkt, ja gar zu einem Beweis für seine These. Xhafers Unbehagen wächst tagtäglich. Seine deutsche Frau Nora hingegen ist es leid, dass ihr Mann hinter jeder Schwierigkeit Mobbing vermutet. Mögen seine Kollegen ihn womöglich einfach nur nicht? Oder steckt doch mehr hinter den Anfeindungen? Die Vorfälle, die Xhafers Ansichten bestätigen, häufen sich. Doch geschieht dies wirklich oder bildet er sich alles nur ein?

Erscheinungsdatum
2020-08-20
TMDB
6.0 / 10 (35)
Laufzeit
2 Std. 1 Min.
Genres
Drama, Thriller
Regie
Visar Morina

Besetzung

Wissenswertes

  • Auszeichnungen: 0 · Nominierungen: 1

Exil ist ein Spielfilm von Visar Morina aus dem Jahr 2020. Das Drama handelt von einem aus dem Kosovo stammenden und in Deutschland lebenden Pharmaingenieur, der sich von seinem Arbeitsumfeld gemobbt und schikaniert fühlt. Der scheinbar gut integrierte Familienvater sieht sich immer stärker aus der deutschen Gemeinschaft ausgestoßen.

Produktion

Der Film wurde von Komplizen Film produziert und von Frakas Productions, Ikone Studio, WDR, Arte, VOO und BeTV koproduziert. Das Drehbuch wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert, ebenso erhielt der Film eine Förderung in Höhe von 600.000 Euro. Von der Film- und Medienstiftung NRW erhielt er einen Betrag in gleicher Höhe.

Regie führte der aus dem Kosovo stammende Visar Morina, der auch das Drehbuch schrieb. Der 1979 in Pristina geborene Regisseur kam selbst als Teenager nach Deutschland, sprach kein Deutsch und musste sich seine Position sowohl in der Schule als auch privat erkämpfen. In dieser Hinsicht sind der Grundkonflikt und die emotionale Klangfarbe des Films autobiografisch.

Die Hauptrolle von Xhafer wurde mit Mišel Matičević besetzt, dessen familiäre Wurzeln in Kroatien liegen. Sandra Hüller spielt seine Ehefrau. In weiteren Rollen sind Rainer Bock und Thomas Mraz zu sehen.

Die Dreharbeiten fanden zwischen Anfang August und Oktober 2018 statt. Gedreht wurde an insgesamt 41 Drehtagen in Köln und Umgebung. Als Kameramann fungierte Matteo Cocco. Zu dessen Arbeit bemerkt Guy Lodge in Variety, Cocco halte Xhafer durchgehend fest im Bild, als wollte er seine Paranoia verstärken. In den Büroszenen verzerrten Kamerafahrten durch ein scheinbar grenzenloses Korridorgewirr das Gefühl des Zuschauers für Xhafers Realität.

Die Filmmusik komponierte Benedikt Schiefer. Xhafers Gedankenwelt wird immer wieder von schlagenden und hämmernden Geräuschen begleitet, die abrupt enden.

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

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