Le Mans

Le Mans (1971)

Der Spielfilm mit Charakter einer Dokumentation beschränkt sich mit Ausnahme einiger Rückblenden auf das (fiktive) Rennen des Jahres 1970, für das Szenen des echten Rennens verwendet wurden. Er handelt von der Rivalität zwischen dem US-amerikanischen Rennfahrer Michael Delaney auf einem Porsche 917, der im Jahr zuvor einen Rennunfall verursachte, bei dem sein Freund und Rennfahrerkollege Piero Belgetti tödlich verunglückte, und seinem deutschen Rivalen Erich Stahler, auf Ferrari 512S, die sich auf der Rennstrecke von Le Mans ein erbittertes Duell liefern. Delaney ist traumatisiert, seine Gefühle befinden sich im Widerstreit zwischen Schuldempfinden und sportlichem Ehrgeiz, trotzdem startet er erneut in Le Mans.

Erscheinungsdatum
1971-06-23
TMDB
6.8 / 10 (286)
Laufzeit
1 Std. 44 Min.
Genres
Action, Drama
Regie
Lee H. Katzin

Besetzung

Wissenswertes

  • Budget: 7,6 Mio. $

Le Mans ist ein US-amerikanischer Film über das 24-Stunden-Rennen von Le Mans von 1970, nach einer Idee des Hauptdarstellers und Co-Produzenten Steve McQueen. Die Uraufführung des Films von Lee H. Katzin fand erst am 9. Oktober 1971 statt, er gilt neben Grand Prix von 1966 als einer der bekanntesten Rennsportfilme und ist ein Dokument des Motorsports jener Epoche.

Entstehungsgeschichte

Ursprünglich wollten McQueen und John Sturges nach Die glorreichen Sieben (The Magnificent Seven) und Gesprengte Ketten (The Great Escape) den Rennfilm Day of the Champion über den frischgebackenen Indy-500-Sieger Jim Clark drehen, wozu Verträge abgeschlossen wurden und beim Großer Preis von Deutschland 1965 gedreht wurde, allerdings trotz Vertrag von einem Konkurrenten, John Frankenheimer dessen Epos Grand Prix 1966 erschien, wodurch das Sujet F…

Dagegen waren Sportwagenrennen, insbesondere die Rivalität zwischen Ford und Ferrari von 1963 bis 1969, deren Hochphase in den Jahren 1966 bis 1967 2019 verfilmt wurde als Le Mans 66 – Gegen jede Chance, noch nicht im Kino. Auch hierfür waren Rennwagen rar, da es nur wenige Einzelstücke der siegfähigen Werks-Prototypen wie Ferrari 330P4 oder Ford GT40 Mk.IV mit Sieben-Liter-V8 gab und man diese hätte äußerlich nachbauen müssen, auf Basis von frei…

Auch McQueens Unternehmen hatte nun das Glück, sowohl als Vorbild eine Sportwagen-Weltmeisterschaft 1970 geliefert zu bekommen, in der sich zahlreiche Porsche und Ferrari eine Rivalität aus dem Bilderbuch lieferten, und gleichzeitig noch genügend identische Fahrzeuge für ausgiebige Dreharbeiten vom Werk gekauft oder von kleineren Teams ausgeliehen und gewartet werden konnten.

Große Teile des Films entstanden während des 24-Stunden-Rennens vom 13. und 14. Juni 1970 mit dem am Rennen teilnehmendem Kamerawagen, dem Porsche 908/02, den McQueen in Sebring fuhr. Nun von Herbert Linge und Jonathan Williams gesteuert wurde dieser mit drei Kameras bestückt, die während des Rennens über 10.000 Meter Filmmaterial aufnahmen.

Le Mans konnte nach einer Produktionszeit von über einem Jahr erst im Oktober 1971 präsentiert werden, als die Zeit der Ausnahmeregelung für Fünfliter-Sportwagen abgelaufen war. Insgesamt wurde der Film trotz eindrucksvoller Bilder, rasanter Schnitte und aufwendiger Produktion (die Dreharbeiten dauerten mehr als ein halbes Jahr) aufgrund einer dahinter zurücktretenden Handlung und mageren Dialogen kein großer Publikumserfolg, gilt jedoch als ein…

Auf Wikipedia weiterlesen · Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0. Daten aus Wikidata.

Empfohlen