Ernst Jacobi
- Tätigkeit
- Schauspiel
- Geboren
- 11. Juli 1933
- Geburtsort
- Berlin, Germany
- Gestorben
- 23. Juni 2022
Biografie
Ernst Jacobi war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler sowie Hörspiel- und Synchronsprecher.
Jacobi entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das Schauspiel und begann seine künstlerische Laufbahn beim Rundfunk, wo er als 14-Jähriger Sprechrollen beim RIAS in Berlin-Schöneberg erhielt. Nach seinem Abitur absolvierte er ab 1951 eine dreijährige Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin und studierte anschließend bei Jacques Lecoq an der Stage d’éte sur le mime in Paris und London.
Während seiner Schauspielausbildung erhielt Jacobi sein erstes Bühnenengagement am Berliner Hebbel-Theater und debütierte in Shakespeares Die lustigen Weiber von Windsor unter der Regie von Rudolf Noelte.
Jacobi startete seine Fernsehkarriere Anfang der 1950er-Jahre mit Beginn der ersten Versuchsendungen und spielte Haupt- und Nebenrollen in Stücken wie Die glücklichen Tage (1953). Zum Film kam Ernst Jacobi Ende der 1950er-Jahre und trat anfangs mit kleineren Rollen in Kinofilmen wie Hans Quests musikalischer Komödie Die große Chance (1957) und Gerd Oswalds Krimi Am Tag, als der Regen kam (1959) in Erscheinung. In Volker Schlöndorffs Grass-Adaption Die Blechtrommel (1979) spielte er an der Seite von David Bennent, Mario Adorf und Berta Drews die Rolle des Gauleiters Löbsack.
In den 1960er-Jahren konzentrierte Jacobi sich verstärkt auf seine Fernseharbeit und wirkte unter anderem in Literaturverfilmungen mit, darunter in Rolf Hädrichs Ost-West-Geschichte Nachruf auf Jürgen Trahnke (1962) sowie in Filmen wie Bauern, Bonzen und Bomben (1973) und Heinar Kipphardts Leben des schizophrenen Dichters Alexander März, in dem er 1975 die Titelrolle übernahm. Für seine Leistung wurde Ernst Jacobi im selben Jahr mit dem „Prix Italia“ gewürdigt. Im Jahr 1976 erhielt er für seine Interpretation des Alexander März von der Berliner Akademie der Künste den Kunstpreis Berlin.
In Eberhard Fechners preisgekröntem Zweiteiler Tadellöser & Wolff war Jacobi 1975 in der Rolle des Autors der Romanvorlage Walter Kempowski zu sehen und kommentierte die Handlung als Erzähler aus dem Off. Im Jahr 1983 spielte Jacobi Jakob Fugger in dem TV-Mehrteiler Vom Webstuhl zur Weltmacht, der die Geschichte der Augsburger Handelsdynastie erzählt. Von März bis November 2011 verkörperte er die Rolle des Konstantin von Walden in der ARD-Telenovela Rote Rosen.
Jacobi war in verschiedenen Hörbuch- und Hörspielproduktionen zu hören, z. B. Ken Folletts Die Säulen der Erde, Donna W. Cross’ Die Päpstin und als Herr Sellars in Otherland nach Tad Williams. Auch als Synchronsprecher war Jacobi tätig, so gab er z. B. Michael Moriarty als Sturmbannführer Erik Dorf in dem TV-Mehrteiler Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss seine Stimme. Er ist auch in einigen deutschen Fassungen von Disney-Filmen zu hören, etwa als die Titelfigur in Peter Pan (1953). Auch sprach er Christopher Lloyd als Doc Brown in Zurück in die Zukunft. Jacobi war in dem Film Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte (2009) als Erzähler zu hören.
Jacobi starb im Juni 2022 im Alter von 88 Jahren in Wien. (Quelle: Wikipedia)
Filme mit Ernst Jacobi
- Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte 2009 · ★ 7.5
- Die Blechtrommel 1979 · ★ 7.0
- Hamsun 1996 · ★ 6.8
- Sams in Gefahr 2003 · ★ 5.6
- Deutschland bleiche Mutter 1980 · ★ 6.6
- Der Zug 1988 · ★ 6.4
- Schwarzer Kies 1961 · ★ 7.1
- Am Abend aller Tage 2017 · ★ 4.9
- Am Tag, als der Regen kam 1959 · ★ 7.3
- Roula - Dunkle Geheimnisse 1995 · ★ 5.4
- Ein Tag - Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939 1965 · ★ 6.5
- Die große Chance 1957 · ★ 5.9
- Erfolg 1991 · ★ 4.7
- Zerrissene Herzen 1996 · ★ 4.0
- Der Hofmeister 1976 · ★ 4.0
- Neue Freunde, neues Glück 2005 · ★ 6.7
- Spielbank-Affäre 1957 · ★ 8.5
- Der Mörder 1979 · ★ 8.0
- Pakten 1995 · ★ 7.0
- Die letzten Tage von Gomorrha 1974 · ★ 7.5
- Papa und Mama 2006 · ★ 7.0
- Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf 2009 · ★ 7.0
- Je m'appelle Victor 1993 · ★ 8.0
- Mörder in Weiß - Der Tod lauert im OP 2005 · ★ 8.0
- Eine geschlossene Gesellschaft 1987 · ★ 7.0
- Nachruf auf Jürgen Trahnke 1962 · ★ 9.0
- Der zerbrochene Krug 1974 · ★ 7.0
- Frau Jenny Treibel 1982 · ★ 7.0
- Goldene Städte 1969 · ★ 7.0
- Graf Öderland 1968 · ★ 7.0
- Campingplatz 1964 · ★ 7.0
- Hannas Baby 2002 · ★ 9.0
- Schlachtvieh 1963 · ★ 7.0
- Mathilde Möhring 1968 · ★ 7.0
- Kubinke 1966 · ★ 10.0
- Das Fenster zum Flur 1960 · ★ 7.0
- Die Dame ist nicht fürs Feuer 1960 · ★ 9.0
- Das Leben des schizophrenen Dichters Alexander März 1975 · ★ 7.0
- Das Siegel des Todes 1996 · ★ 10.0
- Die chinesische Mauer 1965 · ★ 7.0