Ernst Karchow
- Tätigkeit
- Schauspiel
- Geboren
- 23. September 1892
- Geburtsort
- Berlin, Germany
- Gestorben
- 7. Oktober 1953
Biografie
Ernst Günther Karchow (* 23. September 1892 in Berlin; † 7. Oktober 1953 ebenda; auch vereinzelt als Ernest Karchow geführt) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Theaterintendant und Hörspielsprecher.
Ernst Karchow wurde als Sohn des Kaufmanns Albert Rudolph Karchow geboren. Er absolvierte eine Ausbildung an der von Max Reinhardt gegründeten Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin. Erste Rollen spielte er am Deutschen Theater und an Theatern in Wien. Von 1914 bis 1918 nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Ab 1919 erhielt er ein Engagement an die Städtischen Bühnen in Frankfurt. Ab 1923 war er an Bühnen in Berlin (Lessingtheater, Hebbel-Theater und Volksbühne), ab 1935 auch als Oberspielleiter, tätig. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs folgte ein erneutes Engagement in Frankfurt. Mit der Spielzeit 1948/1949 wurde Ernst Karchow Intendant an den Kammerspielen in Bremen. Von 1950 bis 1953 hatte er die künstlerische Leitung an der Freien Volksbühne Berlin inne.
Ab dem Jahr 1927 wirkte Ernst Karchow in verschiedenen Filmproduktionen überwiegend in Nebenrollen mit. Darunter befand sich der nationalsozialistische Propagandafilm Verräter aus dem Jahr 1936 von Karl Ritter. Er spielte aber auch in Historien- und Unterhaltungsfilmen wie 1935 Lady Windermeres Fächer in der Regie von Heinz Hilpert mit Lil Dagover, Walter Rilla und Fritz Odemar, Der alte und der junge König von Hans Steinhoff mit Emil Jannings, Werner Hinz und Carola Höhn und 1937 Fridericus von Johannes Meyer mit Otto Gebühr, Hilde Körber und Käthe Haack. Zudem war er an den Filmen Leb wohl, Christina und Das Leben geht weiter beteiligt, die als unvollendete Filme gelten, da die Dreharbeiten vor Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr fertiggestellt werden konnten. Seine letzte Rolle in einem Spielfilm verkörperte er in Die Nacht der Zwölf von Hans Schweikart mit Ferdinand Marian und Rudolf Fernau, der als Überläufer im Jahr 1949 uraufgeführt wurde, da dieser erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges fertiggestellt werden konnte.
Er arbeitete auch als Sprecher in einigen Hörspielproduktionen mit. In einer Hörspieladaption des Schauspiels Die Spieldose von Georg Kaiser führte er zusätzlich auch die Regie.
Ernst Karchow verstarb am 7. Oktober 1953 in Berlin-Wilmersdorf.
Quelle: Wikipedia
Filme mit Ernst Karchow
- Gold 1934 · ★ 7.5
- Mazurka 1935 · ★ 7.3
- Sherlock Holmes 1937 · ★ 6.4
- Das Lied der Wüste 1939 · ★ 5.6
- Damals 1943 · ★ 7.0
- Fridericus 1937 · ★ 5.6
- Einer zuviel an Bord 1935 · ★ 6.0
- Mein Leben für Maria Isabell 1935 · ★ 5.8
- Fanny Elßler 1937 · ★ 7.5
- Verräter 1936 · ★ 7.0
- Fünftausend Mark Belohnung 1942 · ★ 7.0
- Wir halten fest und treu zusammen 1929 · ★ 7.0
- Alarmstufe V 1941 · ★ 10.0
- Tonelli 1943 · ★ 7.0
- Träumerei 1944 · ★ 10.0
- Der Dämon des Himalaya 1935 · ★ 8.0
- Heimweh 1937 · ★ 10.0
- Der Fall Deruga 1938 · ★ 9.0
- Der Majoratsherr 1943 · ★ 7.0
- Du gehörst zu mir 1943 · ★ 10.0
- Die Brüder Noltenius 1945 · ★ 7.0
- Die Nacht der Zwölf 1949 · ★ 9.0